Assoziationen

Schlafassoziationen und wie sie entstehen

Wir sprechen von Schlafassoziationen, wenn Einschlaf- & Weiterschlafgewohnheiten zu einer Art "Zwang" werden. Nur diese Einschlafhilfe zB. einschlafstillen, kann das Baby beruhigen und es kann nur dadurch Schlafzyklen altersgerecht verbinden. 

Durch das ständige Wiederholen der gleichen Handlungsmuster sind bei deinem Kind feste synaptische Verbindungen entstanden. Diese kognitive Verknüpfung ist die häufigste Ursache für viele Schlafherausforderungen. 

Die Stärke von Assoziationen hängen von einigen Faktoren ab:

  • Wie lange besteht die Einschlafgewohnheit schon?
  • Wie intensiv/häufig wird die Einschlafgewohnheit genutzt?
  • Wie ist der körperliche und emotionale Zustand des Kindes?
  • Welche genetischen Einflüsse wirken auf die Regulationsfähigkeit des Babys ein?


Unruhiger Schlaf

Mein Kind schläft unruhig ! 

In den ersten Monaten ist es völlig normal, dass dein Baby unruhig schläft. Erst ab dem 4. Lebensmonat entwickelt es einen Tag-Nacht-Rhythmus und es entwickelt selbstständig das Schlafhormon Melatonin, welches bei Dunkelheit produziert wird und Schlaf fördern kann. 

Einfluss von REM und NON-REM Schlafphasen

Ein Schlafzyklus besteht bei Groß und klein aus unterschiedlichen Schlafzyklen. Die wichtigsten Schlafphasen sind zum einen der aktive REM-Schlaf (Rapid Eye Movement = schnelle Augenbewegung) und der tiefe NON-REM-Schlaf.

Im REM-Schlaf steigt der Blutdruck und die Atmung und Herzfrequenz sind unregelmäßig, das Gehirn wird stärker durchblutet. Der Körper befindet sich im Traumzustand und Nervenbahnen werden ausgebildet und unser Gedächtnis lernt und festigt erlebtes.
Babys gelangen direkt nachdem einschlafen in den Aktiven REM- Zustand und bleiben hier für ca, 20 - 30 min drin. ( Erwachsene erst nach ca. 90min ) Durch die kürzeren Schlafzyklen, kommen Baby´s und Kleinkinder häufiger in die REM-Phase und bleiben hier auch länger.

Das bedeutet: Je mehr ein Baby nachts erwacht und wieder einschläft, umso mehr kann es verarbeiten.

Im NON-REM- Schlaf (=tiefer Schlaf) sinkt die Körpertemperatur und der Blutdruck, der Schlaf verläuft traumlos. Dieser Schlaf wird als ruhiger Babyschlaf wahrgenommen. 

Mein Baby schläft unruhig, was kann ich nun tun ? 

Wir haben gelernt, dass unruhiger Babyschlaf normal ist, trotzdem kannst du einiges tun, damit dein Käfer Schlafzyklen altersentsprechend verbinden kann. 


Frühzeitig abdunkeln
Ab dem 4. Monat kann es hilfreich sein im Rahmen des Schlafrituals, dass Zimmer abzudunkeln. 
Dies gilt sowohl beim Nachtschlaf, als auch bei den Tagschläfchen, die zuhause stattfinden. 
Dunkelheit fördert die Produktion vom Schlafhormon Melatonin 


Schlafritual
Babys lieben Gewohnheiten, sie geben ihnen Halt und ein Gefühl von Sicherheit. Ein gleichbleibendes Schlafritual hilft dabei, dass Dein Baby entspannt in den Schlaf starten kann.
Überlege dir ein schönes Ritual, dass dir und deinem Baby gefällt.

Passende Wachzeiten

Ein möglicher Grund für häufiges Aufweinen im Schlaf und ein regelmäßiges Erwachen nach jedem Schlafzyklus ist Übermüdung. Wenn die Wachzeiten tagsüber zwischen den Schläfchen zu lange sind, produziert der Körper deines Babys das Stresshormon Cortisol. Dieses verhindert ein entspanntes Einschlafen und das Baby schafft es seltener, eigenständig Schlafzyklen zu verbinden. 
Gleichzeitig kann es aber auch sein, dass dein Baby zu viel Schlaf am Tag hatte und dadurch einen zu geringen Schlafdruck hat.


 

Entwicklung der Selbstregulationsfähigkeit

Durch die kürzeren Schlafzyklen, befindet sich dein Käfer häufiger in dem REM-Schlafphasen.
Dies geht einher mit einem unruhigen Babyschlaf und dadurch ein häufiges Erwachen.
Wenn dein Baby nachts erwacht, sich bewegt oder leicht meckert, solltest Du nicht sofort eingreifen. Oft geschieht dies noch im Halbschlaf. Ein eingreifen wäre hier kontraproduktiv.
Wichtig: Sollte es in ein weinen übergehen, dann bist Du sofort da und schenkst deinem Käfer Geborgenheit und Körperkontakt



Flexibilisierung der Schlafgewohnheiten 

Prägende Schlafgewohnheiten sind oftmals der Grund für unruhigen Babyschlaf. Viele Babys finden nach ihren Schlafzyklen nicht allein zurück in den Schlaf und sie benötigen eine Co-Regulation wie zB. Nuckeln, Tragen oder Bewegung. Den Babys fehlt die Erfahrung, wie sie auch im Bett ohne diese starken Reize wieder in den neuen Schlafzyklus kommen können. Gemeinsam zeige ich euch auf, welche alternativen Weiterschlafhilfen es gibt, damit dein Käfer auch allein entspannt in den nächsten Schlafzyklus wechseln kann.